Lockjagd - Die Kunst der Täuschung, Tarnung und Nachahmung


Mit dieser Seite wollen wir nach und nach ein Wissens- und Nachschlagewerk für die Lockjagd schaffen. Lockjagd ist unserer Meinung nach eine der ursprünglichsten Jagdarten, und als aktive Jagd attraktiver als die sture Ansitzjagd. Wild mit Lockrufen oder sonstigen Mitteln auf Schussentfernung heranzulocken, erfordert viel Können,  bringt aber auch mehr Beute als auf reine Zufallsbegegnungen zu hoffen.

 

Einige Wildarten wie zum Beispiel Krähen, Kormorane oder Gänse haben in den letzten Jahren stark zugenommen und müssen zur Schadensabwehr bejagt werden. Hierfür ist die Lockjagd geradezu prädestiniert. Der passionierte Niederwildjäger kann darin auch ein Trostpflaster für die leider stark im Rückgang befindlichen klassischen Niederwildarten, Hase, Fasan, Rebhuhn  sehen.

 

Auf Lockjagd.blog finden sich zu jeder der  Lockjagdarten Berichte und Fotos, die wir auch ständig aktualisieren und verbessern werden.

Diese finden Sie in unserem Blog!


Fast jedes Tier lässt sich anlocken...

Ausrüstung für die Lockjagd

Es ist die Kunst der Jagd und basiert auf Täuschung, Tarnung und Nachahmung. Bei dieser Form der Jagd führt auch die Nachahmung von Beutetieren sehr häufig zum Erfolg. Schalenwild lässt sich beispielsweise während der Brunftzeit durch die Mahn- oder Fieplaute der brunftigen Tiere anlocken. 



Lockjagd bedeutet Kunst

Blog zur Lockjagd auf Tauben Krähen und Kormoran

Nahezu jede Tierart lässt sich durch Täuschung, Tarnung sowie Nachahmung arteigener Laute anlocken. Beim brunftigen Rothirsch wirkt beispielsweise auch nicht nur der Ruf eines nachgeahmten Hirsches, sondern auch der Ruf der Hirschkuh. Wilde Enten, Gänse und auch Tauben lassen sich besonders gut durch die Imitation ihrer eigenen Laute locken. Raubwild hingegen lässt sich am besten durch die Klanglaute seiner Beute anlocken. Ob Hasenklage, Kaninchenklage oder typisches Mäusepfeifen; der Lockruf für Raubwild lässt sich gekonnt mit den Lippen oder mit einem Jagdlocker erzeugen.



Täuschung und Nachahmung der Wildtiere

Lockjagd auf Tauben Krähen und Kormoran Fuchs

Es ist die Täuschung und Nachahmung die Wildtiere anlockt. Instrumente zur Unterstützung des Lockvorgangs sind im speziellen Fachhandelt erhältlich oder können aus Naturmaterialien selbst gefertigt werden. Raubwild reagiert auf Beuterufe fast immer. Um einen Fuchs anzulocken reicht es also die Hasenquäke oder Mäusepfeife zu bedienen. Diese Art des Jagens überzeugt durch einen ganz besonderen Reiz, da die Lockjagd in ihrem Kern auf Lauten sowie Lebens- und Verhaltensweisen von Wildtieren aufbaut. Besonders bei der Gänse-, Enten- und Krähenjagd erfreut sie sich zunehmender Beliebtheit. Je besser der Jäger im Bereich der Imitation, je höher zeit sich die Erfolgsquote der Jagd. Die Jagd durch Anlockung lässt sich allgemein in zwei Bereiche unterteilen: akustische und optische Jagd. Beide Arten der Jagd lassen sich jederzeit miteinander kombinieren und gekonnt durch Lockmittel und Lockstoffe ergänzen.



Die Locktöne für die akustischen Lockjagd

Die Locktöne der akustischen Lockjagd

Typische Locklaute variieren von Tierart zu Tierart. Gängig sind hier Brunft-, Schmerz- und Balzlaute. Auch die typischen Beutetiergeräusche wie das Mäusepfeifen, um einen Fuchs anzulocken haben sich im Rahmen der Lockjagd bewährt. Abhängig von der Jahreszeit können Brunft- und Balzrufe außerhalb der Saison jedoch schnell ins Leere verlaufen. Als typisches Beutetier für die akustische Lockjagd drängt sich der Rehbock auf Platz 1. Er lässt sich mit Hilfsmitteln wie Blätter von verschiedenen Bäumen oder hölzerne Blatter anlocken. Dicht gefolgt vom Fuchs der sich bei entsprechender Ausrüstung ebenso schnell anlocken lässt. Sogenannte Wildlocker aus Holz, Horn, Gummi oder Acryl vereinfachen die akustische Lockjagd.



Das Lockbild der optischen Lockjagd

Das Lockbild der optischen Lockjagd

Neben akustischen Signalen spielen auch optische Lockbilder eine wichtige Rolle bei der Lockjagd. Sogenannte Locktiere werden im Zielgebiet zu einem Lockbild aufgestellt. Wild sieht in den aufgestellten Locktieren eine Gruppe von Artgenossen, vermeintlich bei der Aufnahme von Nahrung. Im Idealfall bewegt sich das Wild auf das Lockbild zu. Neben Krähen, Enten und Tauben lassen sich auch Füchse mit dieser Methode erfolgreich bejagen. Wird das Lockbild akustisch untermalt kann sich das auf die Wirksamkeit der Lockjagd auswirken. Der Zeitraum dieser Jagdmethode ist allerdings von der bejagten Tierart abhängig. Die Entenjagd findet eher im Herbst statt, während sich die Fuchsjagd zur Ranzzeit ab Dezember eignet.



Lockjagd mit dem Tarnschirm

Tarnschirm für die Lockjagd

Insbesondere bei der optischen Lockjagd ist die getarnte Stellung der Jäger unerlässlich. Das Verschmelzen mit der Umgebung ist hier ideal. Insbesondere Raubtiere können enorm gut sehen und können aus diesem Grund eine Falle sehr schnell wittern. Hastige und hektische Bewegungen sowie andere Auffälligkeiten wie Niesen, Husten oder Räuspern verscheuchen Wildtiere bereits auf sehr große Entfernung. Neben der Selbsttarnung empfiehlt sich auch die Tarnung des Gewehrs. Hierzu gibt es spezielle Gewehrstrümpfe oder Tapes.



Tarnung ist das A und O

Tarnschirm für die Lockjagd

Bei Tierarten mit besonders guten Augen, ist die perfekte Tarnung der Schlüssel zum Erfolg. So sorgen beispielsweise Tarnschirme, Tarnnetze, Tarnanzüge und Tarnbänder dafür, dass die Beutetiere den Jäger nicht von der natürlichen Umgebung unterscheiden können. Empfehlenswert ist es im Bereich der Tarnung auch auf natürliche Materialien der Umgebung zu setzen. Verräterische Konturen lassen sich damit aufbrechen und umgehen.



Lockjagd mit einem Lockstoff und Lockmittel

Jede Tierart bevorzug ein anderes Lockmittel oder einen anderen Lockstoff. Jäger wissen, dass sich nur so der jagdliche Erfolg einstellen lässt. Ob Buchenholzteer für Schwarz- oder Rotwild, Salz Lecksteine oder Anis Öl; spezielle Lockstoffe unterstützen die optischen und akustischen Methoden der Lockjagd. Der Umgang mit dem Wildlocker wie beispielsweise einer Mäusepfeife oder dem Rehblatter erfordert im Rahmen der professionellen Lockjagd etwas Übung. Entsprechende Lern-CDs und Lern-DVDs können hier hilfreich sein. Expertenwissen in vollendeter Kompetenz liefert Expertenwissen für eine erfolgreiche Jagd.